Winterdebatte entgleitet: Zwischen Streusalz und Staatsversagen
Vereiste Gehwege, fehlende Schneepflüge, ausgefallene Züge: Der Winter birgt Diskussionsstoff. Leider wird die Debatte so geführt, dass sie zu entgleiten droht. Deutschland hat soeben den ersten Januar seit Jahren mit einer Durchschnittstemperatur von unter null Grad erlebt. Minus 0,7 Grad reichen, um die Wetterdiskussionen heißlaufen zu lassen, als gäbe es sonst keine Möglichkeit, sich aufzuwärmen. Die Daueraufgeregten nutzen die Gelegenheit und erklären das Land zum gescheiterten Staat. Wobei eines natürlich stimmt: So richtig gut hat etliches nicht geklappt.
